Digikart-Hilfe · 10 min
Die Hürde ist nicht die Technik, sondern der Satz an der Kasse. Der genaue Wortlaut, der Platz für den Aufsteller, Stoßzeiten und die Antwort auf ein Nein.
Der richtige Moment ist weder die Bestellung noch der Augenblick nach dem Wechselgeld. Es ist die Zeit, in der das Kartengerät rechnet oder Sie einpacken. Die Hände des Kunden sind frei und das Handy liegt oft schon bereit. Sie verlängern die Schlange nicht: Sie reden in einer Wartezeit, die es ohnehin gab.
„Haben Sie schon unsere Treuekarte? Die ist im Handy, Sie scannen einfach den QR-Code hier.“ Mehr nicht. Kein „digitalisiertes Kundenbindungsprogramm“, keine Erklärung des Stempelsystems. Zwei Informationen genügen: Es gibt sie, und der QR-Code liegt in Reichweite. Sagen Sie jedem Kunden genau denselben Satz. Nach einem Tag kommt er von allein und kostet Sie keine Mühe mehr. Sagen Ihre Kunden eher Stempelkarte, nehmen Sie dieses Wort.
Während Sie den Satz sagen, legen Sie den Finger auf den Aufsteller. Der Kunde folgt Ihrer Hand und öffnet die Kamera. Er muss keine App installieren und keine E-Mail-Adresse eintippen: Die Karte landet in Apple Wallet oder Google Wallet, und eine Web-Karte übernimmt, wenn sein Handy keine Wallets unterstützt. Schauen Sie ihm danach nicht zu. Kassieren Sie weiter, er kommt allein zurecht.
Ein wartender Kunde schaut immer an dieselbe Stelle: auf das Kartengerät oder auf Ihre Hände. Dorthin gehört der A5-Aufsteller, eine Armlänge entfernt. Nicht hinter Sie, nicht seitlich, nicht an den Eingang. Wer den Kopf drehen oder sich vorbeugen muss, lässt es bleiben. Ein Aufsteller im Ständer hält besser als ein angeklebtes Blatt, das sich nach einer Woche wellt.
Wenn sechs Leute anstehen, fangen Sie kein Gespräch an. Halten Sie eine kurze Fassung bereit: „Die Treuekarte, das ist der QR-Code hier.“ Der Gedanke ist gesetzt, der Kunde scannt, während er auf seine Bestellung wartet oder beim Hinausgehen, und die Schlange läuft weiter. Sobald es ruhiger wird, nehmen Sie wieder den ganzen Satz. Ein Blick auf die Schlange genügt für die Entscheidung.
Beim nächsten Besuch scannen Sie den QR-Code seiner Karte. Öffnen Sie den Scan-Bildschirm, wenn Sie ihn hereinkommen sehen, nicht erst, wenn er vor Ihnen steht. Dann dauert der Handgriff so lange, wie er braucht, um sein Wechselgeld einzustecken. Ein Handy in einer Halterung neben der Kasse, Scanner schon offen, macht daraus einen Reflex. Auf einem Tablet oder einem Thekenrechner mit Kamera funktioniert der Scan auch im Browser, der Sie um die Erlaubnis für die Kamera bittet. Ohne Kamera bucht der Button „Kunden manuell erfassen“ auf der Startseite den Besuch aus Ihrer Kundenliste.
Drei Dinge, kein viertes. Erstens: der Satz, Wort für Wort auf einem Zettel unter der Theke. Zweitens: wo der Aufsteller steht und wie der Scanner geöffnet wird. Drittens: ein Trockenlauf mit Ihrem eigenen Handy, damit er einmal gescannt hat, bevor er es vor einem Kunden tut. Im Tarif Pro legen Sie ihm ein Mitarbeiterkonto an: Er kommt an den Scan, nicht an Ihre Einstellungen und nicht an Ihre Zahlen. In den anderen Tarifen bleibt Ihre eigene Sitzung auf dem Handy an der Theke offen.
Ein Nein wird in einem Satz beantwortet, nie in zweien. „Ich lade mir keine App herunter“: „Die Karte liegt im Wallet, es gibt nichts zu installieren.“ „Und meine Daten?“: „Für die Karte brauchen wir weder Namen noch E-Mail-Adresse noch Telefonnummer, und was gespeichert wird, liegt in Frankreich, innerhalb der EU, nach DSGVO.“ „Ich will keine Werbung“: „Die Benachrichtigungen der Karte schalten Sie in den Einstellungen Ihres Handys ab, oder Sie löschen die Karte, wann Sie wollen.“ Bleibt das Nein ein Nein, lächeln Sie und machen mit dem Nächsten weiter. Ein zweiter Anlauf kostet Sie mehr, als die Karte einbringt.
In Ihrem Dashboard sagt Ihnen die Zahl der angemeldeten Kunden, ob der Satz ankommt. Bewegt sie sich kaum, liegt es fast nie am Aufsteller: Es liegt daran, dass das Anbieten vergessen wird, sobald an der Theke Betrieb ist. Zählen Sie an einem einzigen Tag, wie oft Sie ihn wirklich gesagt haben. Diese Zahl ist am Anfang die wichtigste, vor allen anderen.
An dem Tag, an dem Ihr Satz keine Mühe mehr kostet, hören Sie auf, daran zu feilen: Ein unvollkommener Satz, den jeder Kunde hört, bringt mehr Anmeldungen als ein perfekter, der nur bei jedem dritten fällt.
Treuekarte in Apple Wallet und Google Wallet, unbegrenzt viele Kunden, ohne Kreditkarte, in 15 Minuten bereit.